Seeing Ourselves Like We See the Ones We Love: A Shift in Self-Perception
What still gets me is this: I can now look back at photos of my teenage self and clearly see how wrong my perception was. The body I hated wasn’t broken. My lens was.
And I see that same distorted lens in someone I love deeply – a friend who is genuinely beautiful inside and out, yet struggles relentlessly with her body image and self-worth. Watching her tear herself apart over things I barely notice breaks my heart. If she could see herself through my eyes, she’d be stunned. Impressed. Proud.
But isn’t it almost always like that?
We are infinitely harsher with ourselves than with anyone else. Perfectionists in our own direction, compassionate observers when it comes to others. We magnify our perceived flaws, scrutinize our bodies for evidence of failure, and judge ourselves by standards we would never apply to someone we love. A crooked line, a softer stomach, a bad day – and suddenly it feels like a verdict.
Part of that harshness comes from control. From the belief that if we are strict enough, disciplined enough, critical enough, we can finally fix ourselves. That self-judgment masquerades as motivation, but it rarely leads anywhere good. It just keeps us trapped in vigilance, forever scanning for what’s “wrong.”
Self-perception is not truth. It’s a story – often shaped early, sometimes by a single careless comment or moment of shame, and reinforced over years. Once it settles in, the mind becomes very good at finding proof. Every reflection, every photo, every comparison becomes supporting evidence, even when the facts don’t hold up.
The work, I’ve learned, isn’t to silence those thoughts completely. It’s to interrupt them. To slow them down. To question the picture when it shows up instead of immediately believing it. I ask myself: Would I speak to a friend this way? Would I look at her body like this? And if the answer is no, then the thought doesn’t get to be in charge.
Sometimes the shift is as simple as moving out of my head and back into my body – stretching, dancing, walking, feeling what my body can do instead of how it looks. Sometimes it’s refusing to negotiate my worth with the mirror at all. Not arguing with it, just opting out.
Worth does not fluctuate with weight. It doesn’t disappear on bad body image days. It doesn’t need to be earned through discipline, control, or suffering. And believing that – really believing it – takes practice.
Some days I still feel the familiar dread. Some days the mirror lies. But now I know this: I don’t have to believe everything I see. And neither do you.
Ein Wandel der Selbstwahrnehmung
Was mich immer noch beschäftigt, ist Folgendes: Ich kann heute auf Fotos meines jugendlichen Ichs zurückblicken und ganz klar erkennen, wie falsch meine Wahrnehmung damals war. Der Körper, den ich gehasst habe, war nicht kaputt. Meine Linse war es.
Und ich sehe dieselbe verzerrte Linse bei jemandem, den ich sehr liebe – einer Freundin, die innen wie außen wunderschön ist und trotzdem unermüdlich mit ihrem Körperbild und ihrem Selbstwert kämpft. Zu sehen, wie sie sich wegen Dingen fertig macht, die mir kaum auffallen, bricht mir das Herz. Wenn sie sich durch meine Augen sehen könnte, wäre sie überwältigt. Beeindruckt. Stolz.
Aber ist es nicht fast immer so?
Wir sind unendlich viel härter zu uns selbst als zu allen anderen. Perfektionistisch in unsere eigene Richtung, mitfühlende Beobachter, wenn es um andere geht. Wir vergrößern vermeintliche Makel, durchleuchten unsere Körper auf der Suche nach Beweisen für ein Scheitern und messen uns an Maßstäben, die wir niemals auf jemanden anwenden würden, den wir lieben. Eine Falte, ein weicherer Bauch, ein schlechter Tag – und plötzlich fühlt es sich wie ein Urteil an.
Ein Teil dieser Härte entspringt dem Wunsch nach Kontrolle. Dem Glauben, dass wir uns endlich reparieren können, wenn wir nur streng genug, diszipliniert genug, kritisch genug sind. Diese Selbstverurteilung tarnt sich als Motivation, führt aber selten irgendwohin, wo es gut wird. Sie hält uns in einem Zustand ständiger Wachsamkeit gefangen, immer auf der Suche nach dem, was „falsch“ ist.
Selbstwahrnehmung ist keine Wahrheit. Sie ist eine Geschichte – oft früh geprägt, manchmal durch einen einzigen achtlosen Kommentar oder einen Moment der Scham, und über Jahre hinweg verstärkt. Wenn sie sich einmal festgesetzt hat, wird der Kopf sehr geschickt darin, Beweise zu finden. Jede Spiegelung, jedes Foto, jeder Vergleich wird zur Bestätigung, selbst wenn die Fakten etwas anderes sagen.
Die eigentliche Arbeit, habe ich gelernt, besteht nicht darin, diese Gedanken vollständig zum Schweigen zu bringen. Es geht darum, sie zu unterbrechen. Sie zu verlangsamen. Das Bild zu hinterfragen, wenn es auftaucht, statt es sofort zu glauben. Ich frage mich dann: Würde ich so mit einer Freundin sprechen? Würde ich ihren Körper so sehen? Und wenn die Antwort nein ist, dann bekommt dieser Gedanke nicht das letzte Wort.
Manchmal ist die Veränderung ganz einfach: raus aus dem Kopf, zurück in den Körper – dehnen, tanzen, spazieren gehen, spüren, was mein Körper kann, statt wie er aussieht. Manchmal bedeutet sie auch, mich komplett zu weigern, meinen Wert mit dem Spiegel zu verhandeln. Nicht diskutieren. Einfach aussteigen.
Wert schwankt nicht mit dem Gewicht. Er verschwindet nicht an Tagen mit schlechtem Körpergefühl. Er muss nicht durch Disziplin, Kontrolle oder Leiden verdient werden. Und das wirklich zu glauben – nicht nur zu wissen – braucht Übung.
An manchen Tagen spüre ich diese alte Anspannung immer noch. An manchen Tagen lügt der Spiegel. Aber heute weiß ich: Ich muss nicht alles glauben, was ich sehe. Und du auch nicht.