The Mirror That Lied: Body Image Through a Distorted Lens

von | Jan. 7, 2026 | Memories | 0 Kommentare

It’s strange how self-perception can warp the way we see our own bodies. As a teenager, I was convinced I was “fat.” I carried that belief like a fact. Looking back now, I see something very different: a normal body, sometimes softer, sometimes not – but never the monster my mind insisted on showing me.

I’ve struggled with body image since I was about eleven or twelve. I was a skinny, carefree kid, and honestly, a pretty confident one. That changed when I switched schools. A boy I used to like, someone I hadn’t seen in a year, saw me again and called me a “big fat cow.” I had been excited to see him. That moment rewrote everything.

It didn’t stop with him. He recruited others. What was supposed to be a fresh start turned into bullying, and the irony is painful: my body hadn’t changed at all. But my relationship with it did. Chocolate bars between classes became comfort. Slowly, I gained weight. I quit judo – a sport I loved and was good at – because the weigh-ins made me feel like a failure. I told my dad I just wasn’t into it anymore.

On a school trip to France, a teacher told me to stop eating on the train and “watch my weight.” The same boy and his friends mocked me the entire trip. That week, food stopped being subconscious comfort and became a deliberate coping mechanism. And I didn’t really stop for over a decade.

High school was defined by cycles of dieting, losing weight, gaining it back. The bullying escalated. Even my dream of becoming fluent in English felt unsafe – my teacher did nothing to stop the laughter, the comments, the condescension during class. I begged my parents for an exchange year abroad, just to escape. It saved me in many ways. I became fluent. I made real friends. But I also gained more weight, and I developed another coping mechanism: purging.

It started “occasionally.” I thought I was in control. I wasn’t.

By the time I returned to Germany, I was at my heaviest. I worked at a gym, studied at home, and hid my eating disorder well. I replaced groceries and threw out trash elsewhere. Shame makes you resourceful.

After graduation, I knew something had to change. I chose the furthest city possible for university. I stopped purging. In med school, binge eating became less frequent, but dieting returned – until life intervened brutally. A tumor in my spine. Surgeries. Pain. Fear. No working out.

For the first time, my body wasn’t something to control or punish. It was something trying to survive. And when I got better, something in me had shifted too. I promised myself I would never restrict again. I knew my perfectionism would always turn “control” into destruction.

I went back to teaching at the gym. I finally signed up for pole dance – something I’d wanted to do for years but never dared because I thought I was “too heavy” and hated how my body looked in minimal clothing. The moment I said “fuck it” was the moment everything changed.

Pole taught me something no diet ever did: my body wasn’t an ornament. It was powerful. It could do things. Strength replaced shame. Pride replaced punishment. I gained confidence, body awareness, and something I never thought I’d have – self-love. I started losing weight without trying, simply because I stopped fighting myself.

Then came photoshoots. I’d avoided cameras for over a decade. But I wanted to document what my body could do. The pictures shocked me. I looked good. Not once – but again and again. That reopened an old dream: maybe I could model. Maybe I could try.

And suddenly, the old fears crept back in. Measurements. Comparisons. Mirrors. Hunger negotiations. That familiar dread. But I remembered who I am now.

I danced. I moved. I do handstands just because I can. I reminded myself that my worth does not live in my measurements. I still have hard days. I still notice “flaws.” Sometimes I eat an entire chocolate cake. And then – this is the difference – I move on. I don’t punish myself. I don’t spiral. I let it go. That’s not failure. That’s healing.

Der Spiegel, der gelogen hat: Körperbild durch eine verzerrte Linse

Es ist seltsam, wie sehr Selbstwahrnehmung den Blick auf den eigenen Körper verzerren kann. Als Teenager war ich fest davon überzeugt, „fett“ zu sein. Diese Überzeugung fühlte sich wie eine Tatsache an. Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich etwas ganz anderes: einen normalen Körper, manchmal weicher, manchmal nicht – aber nie dieses Monster, das mein Kopf mir damals gezeigt hat.

Ich kämpfe mit meinem Körperbild, seit ich etwa elf oder zwölf Jahre alt bin. Ich war ein schlankes, unbeschwertes Kind und ehrlich gesagt auch ziemlich selbstbewusst. Das änderte sich, als ich die Schule wechselte. Ein Junge, den ich früher mochte und ein Jahr lang nicht gesehen hatte, sah mich wieder und nannte mich eine „fette Kuh“. Ich hatte mich darauf gefreut, ihn wiederzusehen. Dieser Moment hat alles verändert.

Dabei blieb es nicht. Er zog andere mit hinein. Was eigentlich ein Neuanfang hätte sein sollen, wurde zu Mobbing. Die Ironie daran ist schmerzhaft: Mein Körper hatte sich überhaupt nicht verändert. Aber meine Beziehung zu ihm schon. Schokoriegel in den Pausen wurden zu Trost. Langsam nahm ich zu. Ich hörte mit Judo auf – einem Sport, den ich liebte und in dem ich gut war – weil mich das ständige gewogen werden wie ein Versager fühlen ließen. Meinem Vater sagte ich, ich hätte einfach kein Interesse mehr.

Auf einer Klassenfahrt nach Frankreich sagte mir eine Lehrerin, ich solle im Zug aufhören zu essen und „wirklich auf mein Gewicht achten“. Derselbe Junge und seine Freunde machten sich die ganze Fahrt über lustig über mich. In dieser Woche hörte Essen auf, ein unbewusster Trost zu sein, und wurde zu einer bewussten Bewältigungsstrategie. Und damit hörte ich im Grunde über ein Jahrzehnt lang nicht mehr auf.

Die Schulzeit war geprägt von Zyklen aus Diäten, Abnehmen und erneutem Zunehmen. Das Mobbing wurde schlimmer. Sogar mein Traum, fließend Englisch zu sprechen, fühlte sich unsicher an – mein Lehrer tat nichts gegen das Gelächter, die Kommentare und die herablassende Art im Unterricht. Ich flehte meine Eltern an, mir ein Austauschjahr zu erlauben, einfach um dort wegzukommen. Es hat mich in vielerlei Hinsicht gerettet. Ich wurde fließend in Englisch. Ich fand echte Freunde. Aber ich nahm auch weiter zu und entwickelte eine weitere Bewältigungsstrategie: das Erbrechen.

Es begann „gelegentlich“. Ich dachte, ich hätte die Kontrolle. Hatte ich nicht.

Als ich nach Deutschland zurückkam, war ich so schwer wie nie zuvor. Ich arbeitete im Fitnessstudio, lernte zu Hause und verbarg meine Essstörung ziemlich gut. Ich ersetzte Lebensmittel und entsorgte Müll an anderen Orten. Scham macht erfinderisch.

Nach dem Abitur wusste ich, dass sich etwas ändern musste. Ich suchte mir die am weitesten entfernte Stadt für mein Studium. Ich hörte auf zu erbrechen. Im Medizinstudium wurden die Essanfälle seltener, aber das Diäten kehrte zurück – bis das Leben brutal dazwischenfunkte. Ein Tumor in meiner Wirbelsäule. Operationen. Schmerzen. Angst. Kein Sport.

Zum ersten Mal war mein Körper nichts, das ich kontrollieren oder bestrafen musste. Er war etwas, das versuchte zu überleben. Und als es mir besser ging, hatte sich auch innerlich etwas verschoben. Ich versprach mir selbst, nie wieder zu restriktiv zu essen. Ich wusste, dass mein Perfektionismus „Kontrolle“ immer in Zerstörung verwandeln würde.

Ich begann wieder im Fitnessstudio zu unterrichten. Und ich meldete mich endlich für Pole Dance an – etwas, das ich jahrelang hatte ausprobieren wollen, mich aber nie getraut hatte, weil ich dachte, ich sei „zu schwer“ und hasste, wie mein Körper in wenig Kleidung aussah. In dem Moment, in dem ich „scheiß drauf“ sagte, veränderte sich alles.

Pole Dance lehrte mich etwas, was keine Diät je geschafft hatte: Mein Körper war kein Schmuckstück. Er war stark. Er konnte etwas. Stärke ersetzte Scham. Stolz ersetzte Bestrafung. Ich gewann Selbstvertrauen, Körpergefühl und etwas, das ich nie für möglich gehalten hätte – Selbstliebe. Ich begann abzunehmen, ohne es zu wollen, einfach weil ich aufgehört hatte, gegen mich selbst zu kämpfen.

Dann kamen Fotoshootings. Ich hatte über ein Jahrzehnt lang Kameras vermieden. Aber ich wollte festhalten, wozu mein Körper fähig war. Die Bilder schockierten mich. Ich sah gut aus. Nicht einmal – sondern immer wieder. Das weckte einen alten Traum: Vielleicht könnte ich modeln. Vielleicht könnte ich es wirklich versuchen.

Und plötzlich waren sie wieder da, die alten Ängste. Maße. Vergleiche. Spiegel. Verhandlungen mit dem Hunger. Dieses vertraute Ziehen im Bauch. Aber ich erinnerte mich daran, wer ich heute bin.

Ich tanzte. Ich bewegte mich. Ich machte Handstände, einfach weil ich es kann. Ich erinnerte mich daran, dass mein Wert nicht in meinen Maßen liegt. Ich habe immer noch schwere Tage. Ich sehe immer noch „Makel“. Manchmal esse ich einen ganzen Schokoladenkuchen. Und dann – das ist der Unterschied – mache ich weiter. Ich bestrafe mich nicht. Ich verliere mich nicht darin. Ich lasse es los. Das ist kein Versagen. Das ist Heilung.